MV verstärkt Anstrengungen gegen Schweinepest

MV verstärkt Anstrengungen gegen Schweinepest

Mecklenburg-Vorpommern verdoppelt aus Sorge vor der Afrikanischen Schweinepest die Abschussprämie für Wildschweine.

Wildschweinzaun

© dpa

Ein Wildschweinzaun wurde zur Eindämmung der Schweinepest errichtet.

Von diesem Dienstag (1. Dezember 2020) an werden 50 Euro «Pürzelprämie» gezahlt, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag in Pomellen bei der Vorstellung des neuen Grenzschutzzauns gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest. Wildschweine gelten als Überträger der tödlich verlaufenden Tierseuche. Backhaus setzte bei Pomellen (Vorpommern-Greifswald) den letzten Zaunpfahl an der Grenze zu Polen. Seit Mitte Juli wurde an der rund 63 Kilometer langen Barriere, die von der Uckermark über Pomellen, Linken und Hintersee bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom verläuft, gearbeitet.

Bisher mehr als 170 Fälle in den Kreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland und Spree-Neiße

Mit dem Zaun sollen infizierte Wildschweine daran gehindert werden, die für Menschen ungefährliche Tierseuche aus Polen in den Nordosten Deutschlands einzuschleppen. In Polen grassiert die Tierseuche schon länger, vor allem bei Wildschweinen. Am 10. September 2020 war die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland, im Süden Brandenburgs, amtlich festgestellt worden. Seitdem wurden in Brandenburg mehr als 170 Fälle in den Kreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland und Spree-Neiße gefunden. Wenige Seuchenfälle bei Wildschweinen meldete auch das benachbarte Sachsen. Hausschweine sind nach Angaben der Behörden in Deutschland bisher nicht betroffen. Es gibt keine Möglichkeit, die Tiere vorbeugend zu impfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. November 2020 16:19 Uhr

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