Kliniken verschieben wieder planbare Eingriffe

Kliniken verschieben wieder planbare Eingriffe

Wegen der Corona-Pandemie dürfen viele große Berliner Krankenhäuser vorerst nur noch solche planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe durchführen, die medizinisch dringlich sind. Das geht aus einer Verordnung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hervor, die zum Samstag in Kraft tritt. Die Gesundheitsverwaltung machte auf Anfrage keine Angaben, in welcher Größenordnung nun Eingriffe ausgesetzt oder verschoben werden.

Operationssaal

© dpa

Blick in einer Klinik durch das Fenster in einen Operationssaal.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte das Verschieben planbarer Eingriffe in den 38 Notfallkrankenhäusern bereits am Donnerstag angekündigt und davon gesprochen, dass die Kliniken 25 Prozent ihrer Intensivbetten für Covid-19-Patienten freihalten müssten. Den Bund forderte sie auf, wie im Frühjahr wieder Freihaltepauschalen einzusetzen.
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Zurzeit stehen nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vom Freitag in den Berliner Krankenhäusern 1521 Intensivbetten zur Verfügung. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Berliner Krankenhäusern war zuletzt stark angestiegen. Mehr als 800 Corona-Fälle werden stationär behandelt, davon mehr als 230 intensivmedizinisch (Stand: Lagebericht vom Donnerstag). Eine weitere Zunahme wurde angesichts der Neuinfektionszahlen der vergangenen Wochen erwartet.
Wie das Robert Koch-Institut auf seiner Webseite schreibt, werden nach Daten aus dem deutschen Meldesystem circa zwölf Prozent der in Deutschland übermittelten Corona-Fälle in Krankenhäusern versorgt. Von den Krankenhausfällen werden demnach laut Schätzungen acht Prozent intensivmedizinisch behandelt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 7. November 2020 09:28 Uhr

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