«Hohe Symbolkraft»: Berlin erinnert an Glockenschlag

«Hohe Symbolkraft»: Berlin erinnert an Glockenschlag

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hat daran erinnert, wie ein Glockenschlag während der deutschen Teilung zum Hoffnungssymbol wurde.

Freiheitsglocke im Turm des Schöneberger Rathauses

© dpa

Michael Müller (SPD, 3.v.r.), Berlins Regierender Bürgermeister, steht am Rathaus Schöneberg.

Am Samstag legte er zusamen mit anderen Blumen am Rathaus Schöneberg nieder. Vor 70 Jahren war dort erstmals die sogenannte Freiheitsglocke zu hören. «Der fünfminütige Schlag der Glocke hatte jeden Mittag daran gemahnt, die Einheit der Stadt und der Nation nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung nicht aufzugeben», hatte Müller vorab mitgeteilt.
Im Sommer 1950 sei der Beschluss gefasst worden, im Turm die Freiheitsglocke aufzuhängen. Auf Initiative des US-Generals Lucius D. Clay sei eine Nachbildung der legendären «Liberty Bell» in Philadelphia entworfen worden, erklärte die Senatskanzlei. Anschließend sei die Glocke durch mehrere Städte und US-Bundesstaaten geschickt worden. Mehr als 16 Millionen Amerikaner hätten für den Guss gespendet und einen Freiheitsschwur unterzeichnet. In den Jahrzehnten der Teilung Berlins habe die Glocke «eine hohe Symbolkraft» für den Westteil der Stadt gehabt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 24. Oktober 2020 19:58 Uhr

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