«Doch kein Blockbuster»: Schau zu DDR-Groschenheften endet

«Doch kein Blockbuster»: Schau zu DDR-Groschenheften endet

Etwa 1600 Besucher hat die Sonderausstellung zu DDR-Groschenromanen in das Stadtmuseum nach Gera gelockt. «Es ist doch kein so großer Blockbuster gewesen, wie wir uns es erhofft hatten», sagte Kurator Matthias Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Seines Wissens nach habe es noch nie eine solche Ausstellung zu den zunächst oft als «Schund» betrachteten, später aber überaus beliebten Heften gegeben.

Groschenhefte in der DDR in Gera

© dpa

Das Geraer Stadtmuseum ist von Außen zu sehen.

Aber auch weil Serien wie «Das neue Abenteuer», «Blaulicht» oder «Erzählerreihe» jahrelang in hoher Auflage erschienen und viele Leserinnen und Leser fanden, habe er mit einer besseren Resonanz gerechnet, so Wagner. Zum Vergleich: Die Sonderausstellung des Museums zu Spielzeug in der DDR war für dessen Verhältnisse ein Publikumsmagnet gewesen: Von Mitte Oktober vergangenen Jahres bis März waren rund 12 500 Besucher gekommen.
In Anbetracht der erschwerten Öffnungssituation in der Corona-Pandemie sei man in Gera dennoch im Großen und Ganzen mit der etwa viermonatigen Schau zu den Groschenromanen zufrieden, so Wagner. «Leute kamen auch von etwa weiter her - aus Stralsund und der Sächischen Schweiz etwa - das zeigen die Einträge im Gästebuch.» Überraschend sei für ihn gewesen, dass bei sich bei Führungen manche Besucher auch als Fans eher unbekannterer Serien zu erkennen gaben und davon berichteten, jede Ausgabe gesammelt zu haben.
Nach dem Ende der Ausstellung am Sonntag bereitet sich das Museum auf die nächste Schau vor: Im Mittelpunkt steht dann ab Ende November das ehemalige reußische Residenzschloss Osterstein in Gera.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 18. Oktober 2020 09:30 Uhr

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