Müller wehrt sich gegen Spahns Corona-Kritik an Berlin

Müller wehrt sich gegen Spahns Corona-Kritik an Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister hat die Art der Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an der Durchsetzung der Corona-Regeln in Berlin kritisiert.

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Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sitzt vor der Presse.

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«Dass Herr Spahn gestern eine traurige Geschichte erzählt, wie er in eine Berliner Kneipe geht und darum kämpfen muss, eine Maske tragen zu dürfen, das ist schon mal ein guter Anfang, dass er darum gekämpft hat», sagte Müller am Dienstagabend (06. Oktober 2020) nach einer Sondersitzung des Berliner Senats. «Noch besser wäre gewesen, wenn er darum gekämpft hätte, dass alle in der Kneipe Maske tragen oder er uns schnell einen Hinweis gibt, so dass wir schnell eingreifen können.»

Spahn kritisierte mangelnde Umsetzung der Corona-Regeln

Spahn hatte am Montag gesagt, er könne nicht verstehen, dass es in Berlin Restaurants gebe, wo man mit Maske angeguckt werde, als wäre man vom Mond. «Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt. Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr», hatte er kritisiert. Müller sagte am Dienstagabend: «Ich weiß, dass Berlin etwas zu tun hat, und ich finde, wir alle müssen auf allen Ebenen besser werden, aber keiner hat das Recht, mit dem Finger auf andere zu zeigen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Oktober 2020 08:12 Uhr

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