Innerdeutsche Risikogebiete: Bremen gegen Reiseeinschränkung

Innerdeutsche Risikogebiete: Bremen gegen Reiseeinschränkung

Das Bundesland Bremen hält Reiseeinschränkungen für innerdeutsche Corona-Risikogebiete weder für praktikabel noch für umsetzbar.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen

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Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.

Wenn dies konsequent zu Ende gedacht werde, würde es nicht nur zu Einschränkungen zwischen Bundesländern kommen, sondern letztlich auch zwischen Landkreisen oder gar Gemeinden, warnte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) am Dienstag. Dies sei ein falscher Weg und würde ein sehr enges Regime bedeuten. «Ich glaube nicht, dass ein Segen auf Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands liegt.»
Er halte auch nichts davon, dass Berliner nicht nach Bremen oder Bremer nicht nach «XY» kommen sollten. Es werde aber wohl auch weiter Diskussionen darüber geben. Als Grundlage für die Einstufung als Risikogebiet dient die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, die das Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht. Dieser Wert darf nicht höher als 50 sein. In Bremen rechnen die Gesundheitsbehörden damit, dass der Wert vermutlich in den nächsten Tagen überschritten wird.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Oktober 2020 15:33 Uhr

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