Herrmann: Streit um Bundeswehr-Corona-Hilfe «ideologisch»

Herrmann: Streit um Bundeswehr-Corona-Hilfe «ideologisch»

Im Streit um die Ablehnung von Hilfe der Bundeswehr bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg plädiert Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann für mehr Gelassenheit.

Monika Herrmann

© dpa

Monika Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht bei einer Pressekonferenz.

«Wir haben das Personal mit zivilen Kräften aufgestockt», sagte die Grünen-Politikerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Hier geht es nur um eine ideologische Debatte. Oder meint eine Bundesministerin ernsthaft, Deutschland geht wegen Friedrichshain-Kreuzberg verloren?» Der Bezirk erfülle - etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten - alle geforderten Standards. «Und nur darum sollte es gehen.»
Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten das kritisiert und ideologische Gründe hinter diesem Vorgehen vermutet. Ungeachtet der Kritik lehnte es das Bezirksparlament am späten Donnerstagabend mit breiter Mehrheit der Anwesenden ab, zwei Anträge von SPD und CDU zur Zulassung der Bundeswehr zu beschließen. Sie sollen zunächst im Sozialausschuss weiter diskutiert werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. Oktober 2020 13:07 Uhr

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