Kalayci: Einsparungen in Kliniken können sich rächen

Kalayci: Einsparungen in Kliniken können sich rächen

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, Dilek Kalayci (SPD), hält gute Arbeitsbedingungen in Kliniken und Pflegeheimen, ausreichend Personal und faire Bezahlung auch nach der Corona-Zeit für unerlässlich.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci

© dpa

Dilek Kalayci (SPD), Berliner Gesundheitssenatorin.

Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig das Gesundheitswesen sei und wie schnell sich Einsparungen hier rächen könnten, erklärte die Berliner SPD-Senatorin am Mittwoch (30. September 2020) bei einer Kundgebung von Beschäftigten aus Krankenhäusern und Altenpflege in der Hauptstadt.
Im Gesundheitswesen werde während der Pandemie viel geleistet. Dafür dürfe es nicht nur warme Worte und Applaus geben. Die Politik habe sich daher mit verschiedenen Maßnahmen auf den Weg gemacht, die Attraktivität von Gesundheits- und Pflegeberufen zu steigern. Dazu gehörten verbindliche Personalvorgaben für Kliniken oder Schritte hin zu mehr Ausbildung. Anlässlich einer Videokonferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern versammelten sich in Berlin Hunderte Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen zu verschiedenen Protestaktionen, darunter vor dem Tagungshotel am Kurfürstendamm. Das stand auch im Zusammenhang mit Warnstreiks an den großen Berliner Kliniken Charité und Vivantes.
Eine Verdi-Sprecherin sagte, viele Beschäftigte hätten «Wut im Bauch». Die Politik rede zwar schon länger über Verbesserungen, müsse aber endlich grundlegende Änderungen anpacken. Gewerkschaftsvertreter wie Demonstranten forderten unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld und Personal sowie ein neues System der Krankenhausfinanzierung. An die Minister wurde eine Petition von 12 000 Beschäftigten übergeben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. September 2020 16:52 Uhr

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