Warnstreik im Nahverkehr hat begonnen

Warnstreik im Nahverkehr hat begonnen

Im Berliner und Brandenburger Nahverkehr hat am Dienstagmorgen ein weitreichender Warnstreik begonnen.

  • BVG-Streik (1)© dpa
    29.09.2020, Berlin: Auf der Anzeige an der Haltestelle Bahnhof Zoologischer Garten steht "Warnstreik bis 12 Uhr.
  • BVG-Streik (2)© dpa
    29.09.2020, Berlin: Autos stauen sich im Berufsverkehr auf dem Kaiserdamm stadteinwärts.
Mit Betriebsbeginn haben in beiden Ländern Beschäftigte im Nahverkehr die Arbeit nieder gelegt. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) läuft der Warnstreik seit 3.00 Uhr, wie Jeremy Arndt, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi am Morgen der Deutschen Presse-Agentur sagte. Auf den Betriebshöfen blieben die Schranken unten.«Es fahren keine Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen», erfuhren die Fahrgäste auf den Anzeigetafeln an zahlreichen Haltstellen. Nur auf den wenigen Linien privater Subunternehmer der BVG fuhren noch die gelben Busse, viele davon am Stadtrand. Die S-Bahn und Regionalzüge fahren aber wie gewohnt.

Einschränkungen auch in Brandenburg

Auch in Brandenburg waren erhebliche Einschränkungen für die Bus- und Bahnkunden angekündigt. Man habe Beschäftigte der zwölf öffentlichen Nahverkehrsbetriebe zum Warnstreik aufgerufen, sagte am frühen Dienstagmorgen Jens Gröger, Verdi-Geschäftsführer für Nordostbrandenburg und dort zuständiger Verhandlungsführer.

S-Bahn nicht vom Streik betroffen

Mit dem Arbeitskampf soll in der laufenden Tarifrunde auf Landesebene der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden. Zugleich will Verdi bundesweite Tarifverhandlungen für den Nahverkehr erreichen. Nicht betroffen von dem Warnstreik sind Regionalzüge und die S-Bahn Berlin.

Staus auf den Zubringerstraßen

Auf den Einfallstraßen fuhren die Autos dicht an dicht. Staus gab es etwa auf der A113, der Landsberger Allee und der Heerstraße. «Viele sind heute früher zur Arbeit aufgebrochen», teilte die Verkehrsinformationszentrale des Landes mit. «Eigentlich eine gute Idee, aber wenn es zu viele machen, kommt es auch früh zum Stau.» Auch aufs Fahrrad stiegen Berufstätige und Schüler um.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. September 2020 09:42 Uhr

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