Müller rügt auslaufende Nothilfe für Studenten

Müller rügt auslaufende Nothilfe für Studenten

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller prangert an, dass Studenten nur noch bis Ende des Monats Corona-Finanzhilfen vom Staat beantragen können. «Die Entscheidung des Bundesbildungsministeriums macht wirklich fassungslos», erklärte der SPD-Politiker, der auch Wissenschaftssenator ist, am Montag (28. September 2020).

Michael Müller (SPD) gestikuliert

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«Ein Blick auf die steigenden Corona-Fälle in Deutschland reicht, um zu wissen, dass die Pandemie nicht vorbei ist. Bundesweit leiden immer noch zigtausende Studierende unter ihren Auswirkungen und sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen», so Müller. Diese jungen Menschen seien die Fachkräfte von morgen. «Die Überbrückungshilfe des Bundes muss umgehend fortgesetzt werden, und auch die lebensfremden Förderregeln des Programms gehören schnell auf den Prüfstand.»

135 000 Anträge auf Nothilfe positiv beschieden

Der Staat zahlte in den vergangenen Monaten rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfen an Studenten, die wegen Corona in eine finanzielle Notlage geraten sind. 135 000 Anträge auf Nothilfe wurden nach Angaben von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und des Studentenwerks positiv beschieden. Das Geld kann allerdings nur noch bis Ende des Monats beantragt werden, die Hilfe war auf die Monate Juni bis September beschränkt. «Natürlich halten wir in Berlin unsere eigenen Notprogramme für Studierende aufrecht», erklärte Müller. «Es darf aber nicht sein, dass sich das Bundesministerium hier aus der Verantwortung zieht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. September 2020 08:18 Uhr

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