Warnstreiks bei den Berliner Wasserbetrieben für Freitag angekündigt

Warnstreiks bei den Berliner Wasserbetrieben für Freitag angekündigt

Zu einem Warnstreik hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) für Freitag (25. September 2020) aufgerufen. Er soll von Betriebsbeginn an vier Stunden dauern, teilte Verdi am Donnerstag mit.

«Warnstreik!» steht auf einem Schild

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«Warnstreik!» steht auf einem Schild

Ellen Naumann, Verdi-Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung in Berlin und Brandenburg, kritisierte, die Arbeitgeber hätten auch in der zweiten Tarifrunde kein Angebot vorgelegt. «Wer jedoch von den Beschäftigten Engagement und gute Arbeitsleistungen erwartet, sollte diese auch durch faire Tariferhöhungen wertschätzen.» Die Wasserversorgung in Berlin ist Verdi zufolge durch die Warnstreiks nicht gefährdet. Die BWB haben nach Angaben eines Sprechers rund 4500 Beschäftigte, von denen derzeit allerdings rund die Hälfte im Homeoffice arbeite.
Verdi zufolge gehören die BWB wie auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) zu den Landesbetrieben, für die der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) beziehungsweise der Tarifvertrag Versorgung (TV-V) gelten, über die zurzeit bundesweit verhandelt wird. Die Beschäftigten bei Senat oder Bezirken werden dagegen nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten bezahlt und sind nicht betroffen.
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Am vergangenen Wochenende war die zweite Verhandlungsrunde ohne Annäherung zu Ende gegangen. Verdi und der Beamtenbund dbb verlangen 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. September 2020 16:29 Uhr

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