Verdi: Keine Warnstreiks vor Mittwoch im öffentlichen Dienst

Verdi: Keine Warnstreiks vor Mittwoch im öffentlichen Dienst

In Berlin und Brandenburg sind nach Angaben des Verdi-Landesbezirks am Dienstag noch keine Warnstreiks im öffentlichen Dienst geplant. Verdi hatte nach den ergebnislosen Tarifverhandlungen vom Wochenende am Sonntag (20. September 2020) in Potsdam angekündigt, dass erste Ausstände in einzelnen Regionen am Dienstag beginnen sollen.

Verdi Logo

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Ein Angestellter trägt bei einem Warnstreik eine Mütze mit dem Verdi Logo.

«In Berlin werden die Beschäftigten beim Senat und den Bezirken nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten (TVL) bezahlt, der zurzeit nicht verhandelt wird», teilte ein Verdi-Sprecher am Montag mit. «Allerdings sind neben den Bundesverwaltungen auch einige große Betriebe in Berlin betroffen, weil für sie der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gilt, um den es aktuell geht.» Dort seien Warnstreiks möglich, allerdings noch nicht am Dienstag vorgesehen.
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Verdi und Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn

Zu diesen Unternehmen gehören dem Sprecher zufolge etwa der Krankenhausbetreiber Vivantes, die Charité, die Wasserbetriebe und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR). In Brandenburg betrifft es zum Beispiel auch die Kommunen, wo ebenfalls der TVöD gelte. Sobald über Warnstreiks in Berlin und Brandenburg entschieden sei, werde die Öffentlichkeit informiert. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. September 2020 15:02 Uhr

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