Demos sorgen am Wochenende für Sperrungen und Staus

Demos sorgen am Wochenende für Sperrungen und Staus

Eine ganze Reihe von Demonstrationen in der Berliner Innenstadt beschäftigen an diesem Wochenende die Polizei und sorgen für Verkehrsbehinderungen und Staus.

Fahrrad-Demo auf der Avus - Extinction Rebellion (3)

© dpa

Abtreibungsgegner, Frauenrechtlerinnen, Fahrrad-Aktivisten und ein Bündnis linker Gruppen gehen am Samstag auf die Straße. Berliner Autofahrer sollten die Innenstadt am Nachmittag wohl lieber meiden.

Abtreibungsgegner demonstrieren auf der Straße des 17. Juni

Die voraussichtlich größte Demonstration ist der jährliche sogenannte Marsch für das Leben, der sich gegen Abtreibungen richtet. 5000 Teilnehmer wollen laut Polizei ab 13.00 Uhr vom Brandenburger Tor auf die Straße des 17. Juni und wieder zurück laufen. Die Gegenposition will ein Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung auf der anderen Seite des Brandenburger Tores, dem Pariser Platz, vertreten. Hier werden 1500 Demonstranten erwartet. Geplant ist auch der Beginn einer Kampagne zum Abtreibungsparagrafen: «150 Jahre Widerstand gegen §218.»

Demo für bedingungsloses Grundeinkommen

Ebenfalls am Mittag wollen einige hundert Teilnehmer für ein bedingungsloses Grundeinkommen demonstrieren. Sie laufen ab 12.00 Uhr vom Alexanderplatz nach Friedrichshain zur Oberbaumbrücke.

Stadtautobahn heute Nachmittag für Fahrrad-Demo teilweise gesperrt

Die A115 wird am heutigen Freitag (18. September 2020) in beiden Richtungen zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Dreieck Funkturm gesperrt. Grund ist eine Fahrraddemonstration. Die Teilnehmer der Demo versammeln sich um 14.30 Uhr am S-Bahnhof Wannsee. Die Route führt über die A115 in Richtung Messedamm. Ziel ist der Pariser Platz. Zu der Demonstration mit dem Titel "Aktionstag soziale Verkehrswende fürs Klima" haben Fridays for Future und Verdi gemeinsam aufgerufen. Neben der Fahrraddemo in Berlin finden auch in anderen Städten heute gemeinsame Aktionen der beiden Akteure statt.

Weitere Fahrrad-Demo durch die Innenstadt

Um 14.00 Uhr beginnt eine große Fahrradfahrt als Demonstration von Rad-Verbänden und Initiativen rund um die Innenstadt. Das Motto lautet: «Rauf aufs Rad für die nächste Generation.» 1000 Radfahrer wollen bei einer Kreisfahrt einmal um das Stadtzentrum fahren. Die Strecke beginnt am Potsdamer Platz und führt durch Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Wedding, Charlottenburg und zurück zum Potsdamer Platz. Insgesamt sind das 37 Kilometer. Teilnehmer können sich aber unterwegs für Teilstücke einreihen. Für Kinder sind eigene kleinere Fahrraddemonstrationen am Sonntag geplant.

Linke demonstrieren am Ku'damm

Am Abend (18.00 Uhr) ziehen linke und linksradikale Initiativen eines Aktionsbündnisses «Wer hat, der gibt» über den Ku'damm. Sie fordern: «Die Reichen müssen für die Krise bezahlen.» Zu dem Bündnis gehören Gruppen wie die Interventionistische Linke, die Antifa oder Ende Gelände. Die Veranstalter wollen in Berlin, Hamburg und Hannover demonstrieren. Angemeldet sind in der Hauptstadt 2000 Teilnehmer, die vom Adenauerplatz über den Ku'damm bis zum Wittenbergplatz laufen.

Demo für Flüchtlinge am Sonntag

Am Sonntag (20. September 2020) ist eine Demonstration zum Thema Flüchtlinge geplant. Ein Bündnis unter anderem aus Pro Asyl und Seebrücke Berlin fordert nach dem Brand in Moria die Evakuierung aller griechischen Lager. Die Bundesregierung dürfe die Aufnahmebereitschaft der Kommunen und Länder nicht länger blockieren, verlangen die Gruppen. 3000 Demonstranten sind bei der Polizei angemeldete, sie wollen ab 14.00 Uhr vom Wittenbergplatz zum Großen Stern ziehen.
Verkehrslagekarte
© VIZ Berlin

Verkehrslagekarte

Die Verkehrslagekarte für Berlin zeigt wo der Verkehr im Stadtgebiet störungsfrei fließt und wo die Verkehrsteilnehmer mit Verkehrsbehinderungen oder Stau rechnen müssen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. September 2020 15:01 Uhr

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