DEL2-Chef: Clubs könnten es «wirtschaftlich nicht schaffen»

DEL2-Chef: Clubs könnten es «wirtschaftlich nicht schaffen»

Eishockey-Zweitligachef René Rudorisch hat die Teilzulassung von Fans begrüßt, aber gleichzeitig davor gewarnt, dass die Anwendung der 20-Prozent-Grenze über einen längeren Zeitraum viele Vereine vor große Probleme stellen könnte. «Es ist ein erster Ansatz, der in die richtige Richtung geht. Wenn die Grenze zum Jahreswechsel aber so niedrig bleibt und die staatlichen Beihilfen für den Profisport nicht mehr gezahlt werden, werden es einige Clubs bei laufendem Spielbetrieb wirtschaftlich nicht schaffen», sagte Rudorisch am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Der DEL2-Geschäftsführer verwies darauf, dass die Vereine in erster Linie auf zuschauerabhängige Einnahmen angewiesen sind. Rudorisch hofft, dass nach der Neubewertung Ende Oktober die Kapazitätsgrenze in den Stadien und Hallen weiter erhöht wird. «Für uns ist auch entscheidend, mit welchen Zahlen für 2021 geplant werden kann. Wenn mehr Fans in die Hallen dürfen, ist das für die DEL2 und ihre Clubs händelbar. Ist das nicht möglich, stellt sich die Frage, ob der Bund seine Unterstützungsmaßnahmen gegebenenfalls bis Saisonende verlängern kann.» 
Die Bundesländer hatten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine sechswöchige Testphase mit einer Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität geeinigt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Die Regelung gilt für die großen Teamsportarten Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey, die in den kommenden Wochen wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Die DEL2 hatte den Start der neuen Saison um zwei Monate auf den 6. November verschoben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. September 2020 14:55 Uhr

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