«Ein Murmeltor» und fünf weitere: Altglienickes Aus im Pokal

«Ein Murmeltor» und fünf weitere: Altglienickes Aus im Pokal

So hatten sich die Spieler der VSG Altglienicke ihren DFB-Pokalauftritt ganz und gar nicht vorgestellt. Durch ein 6:0 im Finale des Berliner Cupwettbewerbs im Nordost-Regonalliga-Duell gegen FC Viktoria 1889 Berlin waren die Altglienicker in die erste Hauptrunde eingezogen. Am Samstag schieden sie mit einem 0:6 beim 1. FC Köln schon wieder aus. «Wir hatten nicht gedacht, dass wir sechs Dinger bekommen, ehrlich gesagt», meinte Linus Meyer. Der 28 Jahre alte Offensivmann hatte sich sogar erhofft, dass seiner Mannschaft ein Tor gegen den Bundesligisten gelingen würde.

Rexhbecaj und Pütt

© dpa

Der Kölner Elvis Rexhbecaj und Rene Pütt von Altglienecke kämpfen um den Ball.

Verdient hätte es sich das Team von Trainer Karsten Heine. Altglienicke legte los mit einem beeindruckenden Pressing. Das zeigte auch bei den Kölnern Wirkung, die nicht in Altglienicke antreten mussten, weil die VSG aus wirtschaftlichen Gründen das Heimrecht abgegeben hatte. Die Kosten für ein Spiel unter Corona-Maßnahmen wären zu hoch gewesen für den aktuellen Tabellenzweiten der Regionalliga Nordost.
Nach einer guten Viertelstunde geriet Altglienicke aber in Rückstand, als Nationalspieler Jonas Hector einen Foulelfmeter verwandelte. Elvis Rexhbecaj legte in der 36. Minute mit dem ersten seiner beiden Treffer nach - die Vorentscheidung.
«So ein Murmeltor», haderte VSG-Co-Trainer Torsten Mattuschka auf der Bank - der Sender Sky hatte den ehemaligen Profi verkabelt. Ein eigener Treffer war den Gästen nicht vergönnt, Paul-Vincent Manske traf in der Schlussphase nur die Latte. «Uns hat in den entscheidenden Szenen einfach auch das Glück und die Entschlossenheit gefehlt», meinte Mitspieler Meyer, der umsonst eine Siegprämie für das Pokalspiel ausgehandelt hatte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. September 2020 15:06 Uhr

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