Katastrophen-Warntag: «Schnell auf Gefahr einstellen»

Katastrophen-Warntag: «Schnell auf Gefahr einstellen»

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat die Bedeutung des geplanten bundesweiten Katastrophen-Warntags am 10. September 2020 betont.

Bundesweiter Warntag

© dpa

Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach.

Besonders bei plötzlichen Ereignissen wie Großbränden oder weiträumigen Stromausfällen seien schnelle und verlässliche Informationen und Warnungen für die Menschen nötig, teilte Geisel am Dienstag mit. «Es geht vor allem darum, sich schnell auf eine mögliche Gefahr einzustellen und zu wissen, wo man sich informieren kann und wie man reagieren sollte.» Die Menschen sollen wissen, «was im Fall der Fälle zu tun ist».

Künftig soll Warntag jedes Jahr im September stattfinden

Der Warntag am Donnerstag als Test der technische Infrastruktur für Bevölkerungswarnungen in ganz Deutschland ist der erst seit der Wiedervereinigung. Zeitgleich um 11.00 Uhr sollen alle analogen und digitalen Warnmittel aktiviert werden: Sirenen, Warn-Apps, Rundfunksender. In Berlin gibt es zwar schon länger keine Sirenen mehr, Geisel wies aber darauf hin, dass seit diesem Jahr digitale Werbetafeln einbezogen werden können. Im Ernstfall könnten auch Lautsprecherwagen herumfahren. Rund um eine Gefahrenstelle würde zudem Einsatzpersonal bereit stehen, um Hinweise zu geben, so Geisel. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

«Handlungsempfehlung: Informieren Sie Ihre Nachbarn.»

Am Donnerstag wird die Probewarnung von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst. Die Entwarnung erfolgt 20 Minuten später. In Berlin können Warnungen auch von der Feuerwehr, der Polizei und der Senatsverwaltung für Inneres in Gang gesetzt werden. Als Text wird am Donnerstag zu lesen sein: «Bundesweiter Warntag 2020 - Probewarnung; Bundesland: Land Berlin; In Deutschland findet heute der Warntag 2020 mit einem bundesweiten Probealarm für alle Warnmittel statt. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung; Handlungsempfehlung: Informieren Sie Ihre Nachbarn.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. September 2020 14:23 Uhr

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