Tante von verstorbenem Flüchtlingsjungen fordert Humanität

Tante von verstorbenem Flüchtlingsjungen fordert Humanität

Fünf Jahre nach dem Tod des Flüchtlingsjungen Alan Kurdi hat seine Tante Tima Kurdi bei einer Mahnwache in Berlin einen humanitären Umgang mit Flüchtenden und Schutzsuchenden gefordert. Sie schilderte, wie ihr Bruder ihr 2015 vom Tod seiner Familie berichtete.

Mahnwache mit Tima Kurdi

© dpa

Tima Kurdi nimmt anlässlich des 5. Todestages ihres Neffen Alan Kurdi an einer Mahnwache teil.

Abdullah Kurdi hatte auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien versucht, mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern von der Türkei aus mit einem Boot die griechische Insel Kos zu erreichen. Das Boot kenterte. Kurdis Frau Rehanna und ihre Kinder ertranken - Alan Kurdi war zwei und Ghalib Kurdi vier Jahre alt. Das Foto des toten Alan am Strand nahe Bodrum in der Türkei ging damals um die Welt. Die Mahnwache auf dem Berliner Washingtonplatz hatte die Hilfsorganisation Sea-Eye organisiert, die ein Rettungsschiff auf den Namen «Alan Kurdi» taufte. Ein Schlauchboot und rund 200 Paar Schuhe auf dem Pflaster standen als Symbol dafür, dass auch in diesem Jahr hunderte Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken oder verschwunden sind und vermisst werden. Tima Kurdi lebt heute im kanadischen Vancouver.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. September 2020 08:42 Uhr

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