Corona-Demo: Polizeigewerkschaft widerspricht Vorwurf der DDR-Methoden

Corona-Demo: Polizeigewerkschaft widerspricht Vorwurf der DDR-Methoden

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Teilnehmerzahl bei der Berliner Corona-Demonstration sei mit DDR-Methoden kleingeredet worden.

Dietmar Schilff

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Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.

Mit solchen «zutiefst unqualifizierten Kommentaren» verschärfe Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz das Reizklima in der Gesellschaft, sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Dietmar Schilff am 07. August 2020 in Hannover. «Verschwörungsfanatiker erhalten dadurch unnötigen Aufwind, und die Infektionsgefahr in unserer Gesellschaft wird alles andere als gebannt.»

CDU-Bundestagsabgeordneter sah «dreiste Kleinrechnung der Teilnehmerzahlen»

Am vergangenen Samstag hatten in Berlin Tausende für ein Ende der Corona-Auflagen protestiert. Während die Organisatoren von bis zu 1,3 Millionen Teilnehmern sprachen, waren nach Angaben der Polizei allenfalls 20 000 Demonstranten gekommen. In einem Gastbeitrag für die Plattform «Tichys Einblick» hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Vaatz daraufhin kritisiert, die «dreiste Kleinrechnung der Teilnehmerzahlen» entspreche dem Vorgehen der DDR-Medien bei den Demonstrationen im Herbst 1989. SPD und Grüne äußerten deutliche Kritik. Auch ein Sprecher der Unionsfraktion distanzierte sich.
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53 neue Corona-Infektionen in Berlin

In Berlin ist die Zahl der registrierten Corona-Infektionen weiter gestiegen - aber viel weniger stark als noch am Tag davor. Am Donnerstag gab es 53 bestätigte Corona-Neuinfektionen und damit bislang 9542 Fälle. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. August 2020 12:23 Uhr

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