Wieder Ursauriergrabungen im Thüringer Wald

Wieder Ursauriergrabungen im Thüringer Wald

Nach einem Jahrzehnt gibt es an einer weltweit bedeutsamen Fossillagerstätte im Thüringer Wald - dem Bromacker - wieder Ausgrabungen und geologische Bohrungen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam wolle an der Grabungsstelle bei Tambach-Dietharz die frühe Evolution der Landwirbeltiere untersuchen, wie die Stiftung Schloss Friedenstein am Montag mitteilte. Ziel sei es unter anderem, den Lebensraum dieser Reptilien sowie das vorherrschende Klima in diesem Gebiet dreidimensional zu rekonstruieren.

Dafür arbeiten in den kommenden fünf Jahren das Museum für Naturkunde Berlin - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung - die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die Friedrich-Schiller-Universität in Jena und der Nationale GeoPark Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen zusammen. Das Bundesforschungsministerium fördere das Projekt bis 2025 mit insgesamt sechs Millionen Euro.
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In die Forschungsarbeiten solle auch die Öffentlichkeit einbezogen werden. «Wir öffnen Forschung und stellen Kontakt zu Forschenden her: Nicht erst, wenn die Forschung abgeschlossen ist, sondern schon während der ersten Ausgrabung», erklärte Johannes Vogel, Generaldirektor am Museum für Naturkunde Berlin. So solle unter anderem direkt in der Ausgrabungsstätte eine Besucherplattform entstehen und Bürgerwissenschaftler sollen voraussichtlich an Forschungsaufgaben mitwirken können.
Die Bromacker-Fundstelle repräsentiert den Angaben zufolge außerhalb der USA eine der bedeutendsten Fossillagerstätten für Landwirbeltiere aus dem frühen Perm von vor etwa 290 Millionen Jahren. Im späten 19. Jahrhundert fanden Forscher zunächst Trittsiegel und Grabspuren. 1974 wurden dort erstmals Knochen entdeckt. Bis 2010 gab es jährliche Grabungen, bei denen teils komplette Skelette geborgen wurden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 3. August 2020 16:30 Uhr

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