GEW: Online-Unterricht wirft Fragen auf

GEW: Online-Unterricht wirft Fragen auf

Online-Unterricht für Kinder aus Risikogruppen wird nach Einschätzung der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) künftig zu einer Herausforderung für die Schulen.

Wie das funktionieren könne, sei eine gute Frage, sagte Dieter Haase aus dem Vorstand der Berliner GEW am 29. Juli 2020 der dpa. Die Berliner Schulen sollen mit Beginn des neuen Schuljahres am 10. August 2020 zum Regelbetrieb zurückkehren - trotz Corona-Krise mit Präsenzunterricht ohne Abstandsregeln. Ausnahmen soll es für Kinder mit Vorerkrankungen geben.
«Man kann natürlich versuchen, dass die Kollegen, die zu Hause bleiben, weil sie selbst zur Risikogruppe gehören, das online mit solchen Schülern machen. Aber das wird eine schwierige Aufgabe sein», sagte Haase. «Wie sich das einspielt, müssen wir sehen. Das sind jedenfalls zusätzliche Belastungen für die Lehrer.» Daten, wie viele Kinder das betrifft, seien ihm nicht bekannt. Er gehe von einem einstelligen Prozentbereich aus.
Auch der Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Martin Klesmann, sagte, dabei gehe es um Ausnahmefälle. Der Präsenzunterricht werde die Regel sein. Zahlen dazu lägen auch der Bildungsverwaltung noch nicht vor. Die Größenordnung einstelliger Prozentbereich sei aber realistisch. Klesmann erklärte, es gehe um die Möglichkeit für Kinder mit Krankheiten wie Asthma, Krebs oder Mukoviszidose, während der Corona-Krise zu Hause online unterrichtet zu werden, wenn eine ärztliche Bescheinigung vorliegt. «In einzelnen Fällen, wenn das der Schulleitung bekannt ist, muss sie nicht vorgelegt werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 29. Juli 2020 12:18 Uhr

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