Berliner gedenken der homosexuellen Opfer der NS-Zeit

Berliner gedenken der homosexuellen Opfer der NS-Zeit

Am Christopher Street Day haben Menschen in Berlin auch der Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen im Nationalsozialismus gedacht.

Gedenken an die homosexuellen Opfer der NS-Zeit

© dpa

Menschen am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten.

Bürgermeister Klaus Lederer legte am Samstag (25. Juli 2020) für das Land Berlin am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen einen Kranz nieder. «Ihr Leid muss uns Verpflichtung sein, für queere Rechte weltweit einzutreten», schrieb Lederer bei Twitter.
Im Nationalsozialismus wurden nach Angaben der Bundesstiftung für politische Bildung insgesamt 50 000 Männer als Teil der Verfolgung von Homosexuellen zu Freiheitsstrafen verurteilt. Nach Schätzungen von Historikern wurden in der NS-Zeit etwa 10 000 bis 15 000 homosexuelle Männer in Konzentrationslager gebracht.
Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hatten dazu eingeladen, im Laufe des Tages Blumen und Kränze am Denkmal im Tiergarten niederzulegen. Wegen der Corona-Pandemie waren keine Reden und auch keine Veranstaltung mit einer größeren Gruppe geplant.
Mit den Christopher Street Days wird an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar «Stonewall Inn» in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 25. Juli 2020 17:39 Uhr

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