Fonds für Opfer politisch-extremistischer Gewalt startet

Fonds für Opfer politisch-extremistischer Gewalt startet

Opfer von politisch-extremistischer Gewalt können in Berlin ab sofort Anträge zur Unterstützung für Sicherheitsmaßnahmen stellen. Das teilte die Senatsinnenverwaltung am Freitag (24. Juli 2020) mit.

Innensenator Andreas Geisel (SPD)

© dpa

Innensenator Andreas Geisel (SPD) nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Das Abgeordnetenhaus habe einen entsprechenden Fonds eingerichtet und für die Haushaltsjahre 2020/2021 insgesamt neun Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die bei der Senatsverwaltung für Inneres angesiedelte Landeskommission Berlin gegen Gewalt übernimmt die Bearbeitung. Gefördert werden unter anderem bauliche Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel einbruchhemmende Türen und Umzugskosten.

Andreas Geisel (SPD): Wir lassen Betroffene nicht allein

Finanzielle Unterstützung gibt es bis zu einem Betrag von 50 000 Euro. Sie ist für Menschen, gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Initiativen gedacht, die etwa aufgrund ihres politischen Engagements für demokratische Grundsätze oder durch Rassismus und antisemitische Gewalt einer Gefährdung ausgesetzt sind. «Es ist gut, dass das erste Geld in Kürze fließen kann», so Innensenator Andreas Geisel (SPD). «Der Fonds ist ein wichtiger Schritt und zugleich Zeichen für Betroffene politisch-extremistischer Gewalt: Wir lassen sie nicht allein.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Juli 2020 15:13 Uhr

Weitere Meldungen