Lederer: Hildmanns Worte sind «brandgefährlich»

Lederer: Hildmanns Worte sind «brandgefährlich»

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat vor der Verharmlosung des Kochs Attila Hildmann gewarnt. «Was Attila Hildmann von sich gibt, ist schon länger nicht mehr «nur» wirres Zeug, sondern brandgefährlich. Diese faschistische Rhetorik stiftet entsprechende Taten an», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, 21. Juli 2020).

  • Klaus Lederer (Die Linke)© dpa
    Klaus Lederer (Die Linke), Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin, spricht.
  • Attila Hildmann© dpa
    Attila Hildmann, Kochbuchautor, bei einer Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen.
Der Staatsschutz der Berliner Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Verharmlosen des Holocausts. Teil der Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung sei auch eine mutmaßliche Bedrohung des Grünen-Politikers Volker Beck, bestätigte ein Polizeisprecher.

Beck stellt Strafanzeige und Strafantrag gegen Hildmann

Der frühere Bundestagsabgeordnete Beck schrieb, Strafanzeige und Strafantrag wegen Hildmanns Äußerungen auf einer Demonstration am Wochenende gestellt zu haben. «Das Inaussichtstellen der Todesstrafe für meine Person spricht mir meine Menschenwürde ab und degradiert mich zum bloßen Objekt, dem das Leben auf obendrein demütigende und bloßstellende Art genommen werden soll», erklärte er.

«Das, was er sagt, ist Hass und Hetze in Reinkultur»

Dies sagte der Vize der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (21. Juli 2020) über Hildmann. Eine «konsequente, effektive und harte Verfolgung» sei rechtlich möglich.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Volksverhetzung

Hildmann erreicht etwa über einen Kanal beim Messenger-Dienst Telegram Tausende Menschen. Wegen seiner Kommentare im Internet seit Beginn der Corona-Beschränkungen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Verdachts der Volksverhetzung, wie ein Sprecher der Behörde am Montag sagte. Die Behörde ist zuständig, weil Hildmann in Brandenburg seinen Wohnsitz hat. Seit mehreren Monaten tritt er in seinem Telegram-Kanal sowie mit Kundgebungen und Autokorsos in Berlin als Gegner der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung in Erscheinung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. Juli 2020 08:55 Uhr

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