Auszeichnungen für Historikerin und Kritikerin

Auszeichnungen für Historikerin und Kritikerin

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Historikerin Ute Frevert mit dem Sigmund-Freud-Preis und die Literaturkritikerin Iris Radisch mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis aus. Beide Preise seien mit jeweils 20 000 Euro dotiert und würden zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis am 31. Oktober in Darmstadt verliehen, teilte die Akademie am Dienstag in Darmstadt mit.

Prof. Dr. Ute Frevert

© David Ausserhofer/Stiftung EVZ/obs/Archivbild

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnet die Historikerin Ute Frevert mit dem Sigmund-Freud-Preis.

In einer Fülle von Studien habe Frevert gezeigt, «auf welche Weise Emotionen geschichtlich geprägt sind und ihrerseits geschichtsbildende Kraft entfalten», hieß es von der Jury. Die 66-Jährige ist seit 2008 Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, wo sie den Forschungsbereich »Geschichte der Gefühle« leitet. Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird seit 1964 verliehen.
Bei der Feuilleton-Chefin der Wochenzeitung «Die Zeit» Radisch lobte die Jury deren profunde Kenntnis der deutschsprachigen und internationalen Literatur. «Mit strengem Blick und zugeneigter Aufmerksamkeit begleitet sie das Schaffen zahlreicher Schriftsteller, und gerade als Redakteurin kämpft sie mit charmanter Hartnäckigkeit und geschliffenem Stil für anspruchsvolle Bücher», hieß es in der Mitteilung über die 61-Jährige, die den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay erhält.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Juli 2020 12:58 Uhr

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