Sportler fordern Erlaubnis von Kontaktsport

Sportler fordern Erlaubnis von Kontaktsport

Berlins Sportlerinnen und Sportler wollen zurück zu Wettkämpfen und Training ohne Abstands-Begrenzung.

  • Sportler demonstrieren vorm Roten Rathaus© dpa
    12.07.2020, Berlin: Mitarbeiter und Freunde eines Sauna-Vereins fordern bei einer Demonstration vor dem Roten Rathaus eine Lockerung der Corona-Verordnung.
  • Sportler demonstrieren vorm Roten Rathaus© dpa
    12.07.2020, Berlin: Mitglieder eines Berliner Sportvereins fordern bei einer Demonstration vor dem Roten Rathaus eine Lockerung der Corona-Verordnung.
  • Sportler demonstrieren vorm Roten Rathaus© dpa
    12.07.2020, Berlin: Mitarbeiter und Freunde eines Sauna-Vereins fordern bei einer Demonstration vor dem Roten Rathaus eine Lockerung der Corona-Verordnung.
Rund 250 Vertreter von Vereinen und kommerziellen Sportanbietern demonstrierten am Sonntag vor dem Roten Rathaus und forderten den Senat auf, auch Kontakt-Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey, Judo und auch Teambesetzungen etwa beim Rudern und Kanu wieder zu erlauben.

Ausnahmen bisher nur für Bundesligateams und Berufssportlerinnen

Berlin beharrt in der Corona-Krise als noch einziges Bundesland auf den in der Infektionsschutzverordnung festgelegten Abstands-Regeln auch beim Sport. Ausnahmen durch die Sportverwaltung gibt es bisher nur für Bundesligateams sowie Berufssportlerinnen und -sportler. «Sie sind ein Sportsenator für den Profisport», warf der FC Internationale Sportsenator Andreas Geisel (SPD) vor. Der Amateursport muss weiter warten. Thomas Härtel, Präsident des Landesportbundes Berlin, hat sich inzwischen an den Regierenden Bürgermeister gewandt.

Demo soll nun jeden Sonntag stattfinden

Die Demonstranten, zu denen auch Jugendsportler, Gesundheitssportler und Saunafreunde gehörten, wiesen auf die ungleichen Verhältnisse hin: «Sport macht gesund, nicht krank» oder «Sport gegen Depressionen» hieß es auf Plakaten. Kevin Langner, Geschäftsführer des Berliner Fußball-Verbandes hatte schon zuvor erklärt: «In Berlin hängen wir weit zurück.» Auch der Landessportbund hat bereits bei Sport-Staatssekretär Alexander Dzembritzki vorgesprochen, das bestehende Verbot für Kontaktsport aufzuheben. Die von der Kampfsport- und Tanzschule Senshu initiierte Demonstration soll nun jeden Sonntag stattfinden, bis der Senat die Begrenzungen für den Amateursport aufhebt.
Party in Berlin
© DPA

Clubs bekommen im Schnitt 81 000 Euro vom Senat

Berliner Clubs erhalten im Durchschnitt 81 000 Euro Corona-Hilfen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Georg Kössler hervor, über die «Der Tagesspiegel» berichtet. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Juli 2020 09:16 Uhr

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