Erneut Proteste gegen Karstadt-Schließungen in Berlin

Erneut Proteste gegen Karstadt-Schließungen in Berlin

Mehrere hundert Beschäftigte und Unterstützer sind in Berlin erneut gegen die geplanten Schließungen mehrerer Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen auf die Straße gegangen.

Galeria Karstadt Kaufhof

© dpa

Schilder des Warenhauses Karstadt spiegeln sich an einer Filiale in einer Scheibe.

Gewerkschafter, aber auch Politiker wie der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann (SPD), versammelten sich am Freitag (10. Juli 2020) vor der betroffenen Karstadt-Sports-Filiale nahe des Bahnhofs Zoologischer Garten. Aufgrund der Corona-Krise steht der Standort sowie fünf Warenhäuser des Unternehmens in der Hauptstadt vor der Schließung.

Rettung der Filialen immer noch möglich

Der Senat verhandelt derzeit mit Vermietern und Eigentümern. Über den Stand der Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte die Wirtschafts-Senatsverwaltung am Freitag mit. Senatorin Ramona Pop (Grüne) hatte sich Anfang der Woche «vorsichtig optimistisch» geäußert, Filialen des zur österreichschen Signa-Holding gehörenden Unternehmens retten zu können. «Wir nehmen Bewegung vor allem auf der Vermieterseite wahr», sagte Erika Ritter, Fachbereichsleiterin Handel beim Verdi-Landesverband. «Jetzt muss das Unternehmen den nächsten Schritt machen.»

Galeria Karstadt Kaufhof durch coronabedingte Schließung in schwere Krise geraten

Der «Spiegel» zitierte am Freitag den Sachwalter des Handelsunternehmens, Frank Kebekus, mit Blick auf bundesweite Schließungen: «Wir reden noch mit einigen Vermietern, und ich hoffe, dass wir am Ende weniger als 50 Standorte schließen müssen.» Galeria Karstadt Kaufhof war durch die coronabedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Inzwischen wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. Juli 2020 16:06 Uhr

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