Müll, Lärm und Zerstörung im Gleisdreieck-Park

Müll, Lärm und Zerstörung im Gleisdreieck-Park

Wenige Jahre nach seiner Fertigstellung leidet der Park am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg und -Schöneberg immer mehr unter Müll und Zerstörung.

Blaulicht der Polizei

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Von «zunehmenden und umfassenden Vandalismusschäden» schreibt der Senat in einer Antwort auf eine FDP-Anfrage. Besonders schlimm sei die derzeitige Situation: «Insbesondere in den Abendstunden kommt es zu massiven Vandalismusschäden, Lärmbelästigungen sowie anderen Ereignissen.»
Die Wiesen und anderen Flächen seien teilweise zu voll, es gehe um einen «zunehmend überlastenden Nutzungsdruck», so die Senatsumweltverwaltung. Darunter leide die Aufenthaltsqualität für alle anderen Nutzer. «Aufgrund der zunehmenden und intensiven Nutzung steigen die Kosten für die Unterhaltung und Pflege.» Für 2020 seien bislang 360 000 Euro für die tägliche Reinigung des Gleisdreick-Parks eingeplant.
Die landeseigene Firma Grün Berlin GmbH, die für viele Grünanlagen zuständig ist, stehe bereits in engem Kontakt mit der Polizei und den Ordnungsämtern. «Eine erhöhte Präsenz von Ordnungskräften ist erforderlich», heißt es weiter. Mit Vertretern des Landeskriminalamtes (LKA) der Polizei will man den Park genauer begutachten und Lösungen für das aktuelle Problem der Ruhestörungen suchen.
Der Bau des großen und langgezogenen Parks auf einem früheren Gleis- und Bahnhofsgelände wurde 2014 fertig. In den ersten Jahren danach waren die Wiesen und Aufenthaltsplätze häufig noch recht leer. In den vergangenen Jahren wurde es aber immer voller und die Rasenflächen litten sichtbar. Dazu kamen zuletzt immer mehr Gruppen von Jugendlichen und jungen Menschen zum Feiern zusammen. Häufig blieb viel Müll liegen, immer öfter musste auch die Polizei einschreiten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Juli 2020 16:51 Uhr

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