Galeria Karstadt Kaufhof: Beschäftigte protestieren gegen Schließungen

Galeria Karstadt Kaufhof: Beschäftigte protestieren gegen Schließungen

Beschäftigte des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof wollen am Freitag (26. Juni 2020) mit einer Menschenkette gegen die geplanten Filialschließungen in der Hauptstadt protestieren.

Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof

© dpa

Passanten gehen an einer Galeria-Kaufhof-Filiale vorbei.

«Wir kämpfen mit den Beschäftigten für den Erhalt der Kaufhausstandorte», teilte Erika Ritter, Verdi-Fachbereichsleiterin Handel, mit. Es würden mehrere hundert Mitarbeiter am Karstadt-Standort auf der Müllerstraße in Wedding erwartet. Insgesamt plant das zur österreichischen Signa-Holding gehörende Unternehmen, sechs von elf Warenhäusern in Berlin zu schließen. Ebenfalls dichtmachen soll der Standort in Potsdam sowie eine Karstadt-Sports-Filiale in Charlottenburg.

Müller und Pop hoffen auf Neuverhandlung der Mietverträge

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hatten Anfang der Woche mit einem Brief zu den Vermietern der Standorte Kontakt aufgenommen. Sie hoffen, dass über eine Neuverhandlung der Mietverträge die Filialen wirtschaftlich entlastet und so gerettet werden können.

Rund 1000 Beschäftige von Schließungen betroffen

Von den geplanten Schließungen bei Karstadt-Kaufhof in Berlin könnten nach Gewerkschaftsangaben rund 1000 von etwa 2100 Beschäftigten betroffen sein. Davon arbeiteten 650 direkt in den Warenhäusern, die übrigen in integrierten Geschäften sowie Feinkostabteilungen und Reisebüros. In Brandenburg seien nach jetzigem Stand 210 von 400 Beschäftigten betroffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juni 2020 09:04 Uhr

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