Berlin plant keine Maßnahmen gegen Besucher aus Gütersloh

Berlin plant keine Maßnahmen gegen Besucher aus Gütersloh

Die deutsche Hauptstadt will dem Beispiel anderer Bundesländer im Umgang mit Gästen aus dem Corona-Hotspot im Raum Gütersloh vorerst nicht folgen.

Ortstafel

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Eine Ortstafel weist auf die Ortsausfahrt Rheda-Wiedenbrück hin.

«Berlin plant aktuell keine Beherbergungsverbote für Besucher oder Urlauber aus dem Kreis Gütersloh», sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch am 24. Juni 2020 der Deutschen Presse-Agentur. «Auch spezielle Quarantäneregelungen sind bisher nicht geplant.»

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit Beherbergungsverbot

Berlin fährt damit einen anderen Kurs als Urlaubsländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern. Diese wollen Besucher oder Touristen aus den nordrhein-westfälischen Landkreisen Gütersloh und Warendorf nur noch unter strengen Auflagen einreisen lassen. Hintergrund ist der massive Corona-Ausbruch rund um die Fleischfabrik Tönnies in NRW. Die Gesundheitsminister der Länder verständigten sich bei einer Schaltkonferenz am Mittwoch nicht auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen. Etliche Länder und Kommunen halten das aber für wünschenswert.

Ministerpräsidenten wollen weiter über das Thema beraten

Ein Sprecher der Berliner Gesundheitsverwaltung, die momentan den Vorsitz der Konferenz hat, erklärte: «Die Gesundheitsministerkonferenz hat sich über die aktuelle Lage ausgetauscht insbesondere mit Blick auf die Frage, welche Bedeutung das für Deutschland hat.» Näheres sagte er nicht dazu. Dem Vernehmen nach soll das Thema nun auf Ebene der Ministerpräsidenten weiter beraten werden.
Corona-Test
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Corona-Ampel wieder im grünen Bereich

Auch wenn die Zahl der Corona-Infektionen in Berlin seit einiger Zeit wieder deutlich steigt, zeigt die Ampel der Senatsgesundheitsverwaltung mit ihren drei Indikatoren inzwischen wieder durchgehend grün. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juni 2020 13:29 Uhr

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