Maßnahmen gegen Corona-Partys: Polizei verstärkt in Parks unterwegs

Maßnahmen gegen Corona-Partys: Polizei verstärkt in Parks unterwegs

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Martin Hikel, hat große Partys in Grünanlagen trotz Corona-Einschränkungen als unsolidarisch kritisiert. Das sei «Egoismus pur», schrieb der SPD-Politiker auf Facebook.

Polizei überwacht Park

© dpa

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht im Schlesischen Busch.

Am Wochenende hatten sich Hunderte zumeist junge Leute in der Hasenheide zum Feiern getroffen. Wie ein Polizeisprecher am Montag (22. Juni 2020) weiter mitteilte, seien allein in der Nacht zum Sonntag zweimal Einsatzkräfte dort gewesen.

Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz

Zum einen habe es Beschwerden wegen lauter Musik gegeben. Auch Corona-Mindestabstände seien nicht eingehalten worden. Polizisten hätten darauf hingewiesen, die meisten hätten positiv reagiert. Später sei dann eine Musikbox sichergestellt und eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz geschrieben worden. Alles sei gewaltfrei abgelaufen. Auch am Sonntagabend feierten und tanzten nach Augenzeugenberichten mehrere Hundert Menschen an verschiedenen Orten in der Hasenheide.

Polizeisprecher: «Wir wissen, dass sich junge Leute da treffen. Wir werden Präsenz zeigen.»

Der Sprecher kündigte an, die Polizei werde bei sommerlichem Wetter in stark frequentierten Parks und Grünanlagen unterwegs sein. «Wir wissen, dass sich junge Leute da treffen. Wir werden Präsenz zeigen.» Polizisten würden aber weiter mit Augenmaß vorgehen. Wer sich jedoch uneinsichtig zeige, müsse mit konsequentem Handeln der Polizei rechnen. Im Blick hat die Polizei demnach neben der Hasenheide etwa auch den Park am Gleisdreieck, wo zuletzt Polizisten von Feiernden angegriffen worden seien.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juni 2020 14:49 Uhr

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