Zerstörungen und Müll - Bezirk hält Tiergarten für übernutzt

Zerstörungen und Müll - Bezirk hält Tiergarten für übernutzt

Immer breitere Trampelpfade, zertretene Pflanzen, beschädigte Uferbereiche und zurückgelassener Müll: Der Bezirk Mitte beklagt eine «massive Übernutzung» des Großen Tiergartens.

Müll liegt im Tiergarten

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Müll liegt im Tiergarten.

«Die dadurch entstehenden Schäden an der Vegetation sind teilweise irreversibel», schreibt die Behörde in einer am 18. Juni 2020 veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Henner Schmidt. Grund für die Entwicklung der vergangenen Jahre seien das veränderte Freizeitverhalten der Berliner und der verstärkte Tourismus. Selbst teils abgesperrte Bereiche wie Sondergärten würden «leider regelmäßig betreten und Absperrungen zerstört», hieß es.

BSR kümmert sich um die Reinigung einiger Parks

Auch nehme das Müllaufkommen in den Grünanlagen generell zu, schreibt der Bezirk. Für das Projekt, bei dem die Stadtreinigung (BSR) die Reinigung einiger Parks im Auftrag des Senats von den Bezirken übernommen hat, sei der Tiergarten nicht ausgewählt worden. Die Umweltverwaltung begründet das in der Antwort etwa mit den Kosten, die allein für den Tiergarten angefallen wären.

Appell an die Bürger: Nehmt euren Müll wieder mit!

«Es wäre außerordentlich wünschenswert, wenn die Menschen den bei ihren Aktivitäten in den öffentlichen Parkanlagen angefallenen Abfall selbst beseitigen beziehungsweise wieder mitnehmen würden», hieß es weiter. Man hoffe, dass mehr Menschen versuchen, «eigene Beiträge für die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu erbringen, statt auf immer mehr Reinigung zu Lasten der öffentlichen Haushalte zu spekulieren». Um der Beschädigung der Grünanlagen entgegenzuwirken, würden sogenannte Parkmanager eingesetzt, hieß es vom Bezirk.
Britzer Garten Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Juni 2020 14:06 Uhr

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