Lambrecht: Anne Frank Tag Engagement gegen Antisemitismus

Lambrecht: Anne Frank Tag Engagement gegen Antisemitismus

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zeigte sich erschüttert darüber, dass Schüler jüdischen Glaubens noch immer bedroht werden und ihre religiösen Symbole aus Angst verbergen. «Ist das nicht entsetzlich, dass junge Menschen in diesem Land heute nach so vielen Jahren dazu gezwungen werden», sagte sie am Freitag auf der Eröffnung des Anne Frank Tags in Berlin. Erzählungen von Schülern eines jüdischen Gymnasiums, die Lambrecht im vergangenen Herbst besucht hatte, ähnelten ihrer Ansicht nach denjenigen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus.

Christine Lambrecht (SPD)

© dpa

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

«Es ist unfassbar, was in unserem Land erdacht und auch ins Werk gesetzt wurde», sagte Lambrecht weiter. Die Geschichte von Anne Frank zeige, «was passieren kann, wenn wir nicht aufstehen und uns engagieren gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.»
Rund 340 Schulen haben sich in diesem Jahr zum Anne Frank Tag angemeldet. An dem bundesweiten Aktionstag gegen Antisemitismus an Schulen wird auch dem jüdischen Mädchen gedacht, das im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb. Ihr Tagebuch schrieb Anne Frank im Versteck ihrer Familie in Amsterdam. Es wurde in mehr als 70 Sprachen übersetzt. Sie wäre am Freitag 91 Jahre alt geworden.
Corona-Studie
© Max-Planck-Gesellschaft

Große Berliner Corona-Studie

Wie erging es Ihnen vor, während und nach dem Lockdown? Ihre Erfahrungen sind wichtig - damit wir derartige Herausforderungen zukünftig besser bewältigen können. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2020 16:20 Uhr

Weitere Meldungen