DDR-Volksaufstand vor 67 Jahren: Spurensuche auf Twitter

DDR-Volksaufstand vor 67 Jahren: Spurensuche auf Twitter

Brennpunkte des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 können Interessierte jetzt digital zusammen mit einem Historiker erkunden. Seit Dienstag wird auf dem Twitterkanal des Berliner Abgeordnetenhauses über das geschichtliche Ereignis informiert, wie das Parlament und der Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Tom Sello, zu der Kooperation mitteilten.

Tom Sello, Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen

© dpa

Tom Sello, Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen.

Es sollten die Menschen gewürdigt werden, die vor 67 Jahren ein Zeichen für Demokratie setzten, sagte Sello. Mehr als 100 000 Menschen gingen allein in Ost-Berlin auf die Straße und demonstrierten für die Freilassung politischer Häftlinge, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands. Erfüllt wurden ihre Forderungen jedoch erst mit der friedlichen Revolution 1989/90, so Sello.
Bei der digitalen Spurensuche kann laut Mitteilung verfolgt werden, wie sich die Lage in der DDR bis zum 17. Juni 1953 zuspitzte. In rund 700 Orten waren Hunderttausende gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße gegangen.
Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. Mehr als 1500 Demonstranten wurden verurteilt und kamen ins Gefängnis.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Juni 2020 17:34 Uhr

Weitere Meldungen