Sozialsenatorin: Berlin hat eine lange Durststrecke vor sich

Sozialsenatorin: Berlin hat eine lange Durststrecke vor sich

Berlin wird die Auswirkungen der Corona-Krise nach Überzeugung von Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) noch lange spüren. Die Folgen auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt seien noch gar nicht absehbar, sagte Breitenbach (Linke) in der aktuellen Stunde der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses zu den sozialen Folgen der Corona-Krise.

Elke Breitenbach

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Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales von Berlin.

«Wir stellen uns darauf ein, dass wir in Berlin eine lange Durststrecke vor uns haben», sagte Breitenbach. Die Arbeitslosigkeit in Berlin sei dramatisch angestiegen. Es sei aber davon auszugehen, dass viele auch von denen, die auf Kurzarbeit seien, nicht auf ihren Arbeitsplatz zurückkehrten, warnte die Senatorin. Für solche Menschen sei das Thema Qualifizierung jetzt wichtig, sagte Breitenbach. Außerdem müssten Arbeitsvermittlung und Berufsberatung jetzt hochgefahren werden.

Breitenbach: Berliner Ausbildungsplatzprogramm wird hochgefahren

Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz hätten es in diesem Sommer besonders schwer, weil in Berlin rund 2500 Ausbildungsplätze fehlen würden. «Wir werden das Berliner Ausbildungsplatzprogramm hochfahren», kündigte Breitenbach an. Dadurch sollten zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsplätze möglich werden. «Alles, was wir jetzt bei der Ausbildung machen, kann aber nur vorübergehend sein», sagte die Senatorin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. Juni 2020 14:34 Uhr

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