Senat berät Corona-Lockerungen: Kneipen, Kinos und Veranstalter hoffen

Senat berät Corona-Lockerungen: Kneipen, Kinos und Veranstalter hoffen

Der Berliner Senat berät am Donnerstag (28. Mai 2020) auf einer Sondersitzung über weitere Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Geschlossene Bars (1)

© dpa

Geplant ist unter anderem, die Versammlungsfreiheit wieder in ihrer ursprünglichen Form zu gewährleisten und die Obergrenze von derzeit 100 Teilnehmern bei Demonstrationen zu streichen. Das soll voraussichtlich ab 4. Juni greifen, wobei weiterhin Abstandsgebote gelten sollen.

Mögliche Öffnungsperspektiven für Bars und Kneipen

Zudem will sich der Senat nach dpa-Informationen mit Regelungen für religiöse, kulturelle und andere Versammlungen und Veranstaltungen befassen. Geregelt werden sollen Möglichkeiten für Kinos und Freiluftkinos. Hoffen auf Lockerungen können auch erstmals Bars und Kneipen, bei denen es um eine als «Tischzwang» bezeichnete Regelung gehen soll.

Veranstaltungen wohl wieder möglich

Für die Lockerungen sind drei Schritte geplant im Abstand von jeweils zwei Wochen, beginnend in der kommenden Woche. In einer ersten Phase könnten private, kulturelle oder gewerbliche Veranstaltungen bis zu 100 Personen (innen) und 200 Personen (außen) ermöglicht werden. Für die nächsten Schritte sind Begrenzungen auf 200/500 und 500/1000 Personen angedacht.

Konzepte für Fitnessstudios, Theater und Konzerthäuser

Für alle Maßnahmen sollen jeweils Hygiene- und Abstandsregelungen gelten. Bei Innenräumen sind zudem zehn Quadratmeter Fläche pro Person notwendig, außerdem sollen Anwesenheitslisten geführt werden. Spezifische Konzepte werden verlangt für Theater, Konzerte, Opern, Musikunterricht sowie den Sport, der Fitnessstudios, Tanz-, Ballett- und Sportschulen einschließt.

Lockerungen erfolgen weiterhin schrittweise

Regierungschef Michael Müller (SPD) und andere Senatoren hatten in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass sie bei Lockerungen weiterhin auf bedachtsames, schrittweises Vorgehen setzen, das von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig sei. Weitgehende Lockerungsstrategien wie in Thüringen, das in Zukunft auf dezentrale statt landesweite Regelungen setzen will, lehnen sie ab.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Mai 2020 08:17 Uhr

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