Kitabetreuung: Weitere Kinder können ab 14. Mai zurück

Kitabetreuung: Weitere Kinder können ab 14. Mai zurück

Der Berliner Senat will die Kita-Notbetreuung in der Corona-Krise bis zum Sommer schrittweise auf alle Kinder ausweiten.

Kita

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Ab 14. Mai sollen zunächst die Kinder, die im August eingeschult werden, und deren Geschwister wieder in die Kita gehen können. Das teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag (07. Mai 2020) mit. Weitere Kinder sollen dann - abhängig vom Infektionsgeschehen - in mehreren Phasen folgen. Die Termine dafür stehen noch nicht fest.

Keine Rückkehr zur Normalität

Eine Rückkehr zur Normalität der Vor-Corona-Zeit bedeutet die Entwicklung indes nicht. Denn die Notbetreuung wird in kleineren Gruppen und zeitversetzt erfolgen, sie ist deshalb maximal halbtags vorgesehen. Die Gruppengrößen können abhängig von den räumlichen und personellen Gegebenheiten in den Einrichtungen variieren. In den Kitas müssen Hygieneregeln eingehalten werden.

Ältere Kinder auf die Schule vorbereiten

«Wir wollen die Berliner Kitas so zügig wie möglich weiter öffnen», unterstrich Scheeres. «Als nächstes kommen nun die ältesten Kita-Kinder zurück. Sie wechseln im Sommer in die Schulen, und dieser Übergang muss möglichst gut vorbereitet werden.» Zugleich würden die Familien entlastet, weil auch die Geschwisterkinder berücksichtigt werden.

alle Kita-Kinder sollen biszum Sommer zurückkehren können

«Bis zum Sommer soll jedes Kind wieder ein Betreuungsangebot erhalten», so Scheeres weiter. «Wir befinden uns jedoch noch immer in einer Ausnahmesituation. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen kann es noch nicht wieder für alle eine Ganztagsbetreuung geben. Ich bitte die Eltern hierfür um Verständnis und appelliere auch an die Arbeitgeber, Eltern in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.»

Landeselternausschuss Kita appelliert an Solidarität der Eltern

Corinna Balkow vom Landeselternausschuss Kita begrüßte den nächsten Öffnungsschritt. «Aus unserer Sicht müssen möglichst viele Familien in den Notbetrieb integriert werden», forderte sie. «Wir appellieren an Eltern, solidarisch auch kürzere Betreuungszeiten zu akzeptieren.»
Am 17. März mussten viele Berliner Kitas wegen der Corona-Pandemie schließen. Allerdings konnten Eltern aus bestimmten systemrelevanten Berufsgruppen wie etwa Polizei, Gesundheitssektor oder Verwaltung ihre Kinder in eine Notbetreuung in einigen Kitas geben.

Zurzeit rund 60 000 Kinder anspruchsberechtigt

Der Kreis der Anspruchsberechtigten wurde seither bereits schrittweise erweitert, zuletzt etwa für Alleinerziehende. Momentan können so 60 000 Kinder betreut werden, 36 Prozent aller Kita-Kinder. Allerdings nehmen nicht alle Eltern das Angebot in Anspruch.

Betrieb soll schrittweise weiter erweitert werden

«Wir sind schon bei einer Versorgung von rund 40 Prozent des Normalbetriebs und gehen jetzt schrittweise auf 70 Prozent», sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im RBB-Inforadio dazu. Das sei bereits deutlich mehr als in anderen Bundesländern, die teilweise erst jetzt eine Notbetreuung einrichteten.
Man werde «Schritt für Schritt beinah jeden Tag etwas besser werden und mehr Angebot machen können», so Müller. «Aber wie in allen anderen Lebensbereichen wird das leider nicht von heute auf morgen auf hundert Prozent hochgehen.»

70 % des Kita-Personals stehen aktuell zur Verfügung

Einen genaueren Plan vorzulegen, sei mit Blick auf die Infektionsentwicklung und das zur Verfügung stehende Personal riskant, betonte der Regierungschef. So könnten viele Erzieherinnen wie auch Lehrer nicht sofort arbeiten gehen, weil sie zu einer Risikogruppe gehörten und erst getestet werden müssten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht aktuell in den Kitas 70 Prozent des Personals zur Verfügung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Mai 2020 21:49 Uhr

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