Dehoga will erneut Rettungsfonds vor Bund-Länder-Gesprächen

Dehoga will erneut Rettungsfonds vor Bund-Länder-Gesprächen

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat vor den Bund-Länder-Gesprächen zu weiteren Lockerungen in der Corona-Krise erneut einen Rettungsfonds für die Branche gefordert.

Guido Zöllick und Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges

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Dehoga-Präsident Guido Zöllick und Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.

«Die große Mehrzahl der Betriebe hat jetzt in der achten Woche keine Umsätze mehr», sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Deutschen Presse-Agentur. «Die hohen Fixkosten laufen weiter, die Situation ist dramatisch.»

Merkel bespricht weitere Erleichterungen in der Corona-Krise

Am 06. Mai 2020 wollen die Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besprechen, für welche Bereiche weitere Erleichterungen in der Corona-Krise in Frage kommen. Einige Bundesländer hatten zuvor erstmals in der Krise auch für die Gastronomie wieder Öffnungen in Aussicht gestellt. Nachdem Niedersachsen am Montag einen Stufenplan vorlegte, zog Mecklenburg-Vorpommern am Abend mit der Ankündigung nach, seine Gaststätten zu öffnen und noch vor Pfingsten das mehrwöchige Einreiseverbot für auswärtige Touristen zu beenden.

Tausende Betriebe auf Finanzhilfen angewiesen

Hartges begrüßte, dass es nun konkrete Vorschläge für die Wiedereröffnung gebe. Sie forderte Bund und Länder zu einem einheitlichen Vorgehen auf. Die Verzweiflung der Betriebe verstärke sich zunehmend. «Und in der Phase des Wiederhochfahrens werden wir im Vergleich zum Vorjahr sicherlich nur 30 bis 50 Prozent der Umsätze haben.» Ohne direkte Finanzhilfen würden Tausende Betriebe die Corona-Krise nicht überleben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Mai 2020 10:00 Uhr

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