Geisel: Demos in Corona-Krise «schlichte Unvernunft»

Geisel: Demos in Corona-Krise «schlichte Unvernunft»

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat den Aufzug von Demonstranten durch Kreuzberg in Zeiten der Corona-Krise scharf kritisiert. «Dass sich Menschen in solchen Größenordnungen mit so geringem Abstand versammeln, ist schlichte Unvernunft», sagte Geisel in der RBB-Abendschau am Freitag mit Blick auf die geltenden Corona-Einschränkungen. Die Polizei versuche, Gewaltausbrüche zu verhindern.

Andreas Geisel (SPD) trägt einen Mund-Nasen-Schutz

© dpa

Andreas Geisel (SPD) trägt einen Mund-Nasen-Schutz.

Mehrere tausend Menschen waren nach Angaben von Beobachtern in dem Stadtteil unterwegs. Es habe den Versuch von Linksautonomen gegeben, eine Demonstration von der Oranienstraße starten zu lassen, sagte Geisel. «Die Autonomen beziehungsweise eine ganze Menge erlebnisorientierte Menschen sind unterwegs (...)», so der Senator. Die Polizei sperrte Straßenkreuzungen ab, um Demonstrationszüge zu verhindern.
Als Zwischenfazit sagte Geisel, bislang sei in der Stadt insgesamt weitgehend ruhig geblieben. Es habe 27 genehmigte Demonstrationen und Versammlungen gegeben. Diese seien ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen, auch die Auflagen wegen der Corona-Krise seien hier eingehalten worden. Einen Zwischenfall habe es jedoch am Hackeschen Markt gegeben, dort sei ein ZDF-Kamerateam überfallen worden. Mehrere Verletzte kamen ins Krankenhaus. Geisel sprach von vermummten Tätern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Mai 2020 20:33 Uhr

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