Bildungssenatorin verteidigt Festhalten an Abiturprüfungen

Bildungssenatorin verteidigt Festhalten an Abiturprüfungen

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat ihre Entscheidung verteidigt, an den Abiturprüfungen festzuhalten und zunächst die 10. Klassen zurück in die Schule kommen zu lassen. Das Ziel sei, zu verhindern, dass Berlins Schülerinnen und Schüler Nachteile dadurch bekämen, dass sie wegen der Corona-Pandemie zu Hause bleiben mussten, sagte die SPD-Politikerin am Montag in der RBB-«Abendschau». «Darum geht es, dass sie die Möglichkeit haben, sich zu verbessern und dass sie keine Nachteile haben. Deswegen sind wir so vorgegangen, dass wir die 10. Klassen als erstes wieder in die Schule holen, weil die 10. Klassen ihren den MSA-Abschluss machen.»

Sandra Scheeres

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Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

Zur Frage, ob denn die Bewertungen und Schulnoten bundesweit vergleichbar seien, sagte die Senatorin: «Wir gehen einheitlich vor in den Bundesländern, wir sind ständig in Kontakt in der Kultusministerkonferenz, wir hatten heute auch eine Schalte dazu.» Das sei für die Vergleichbarkeit auch von großer Bedeutung. «Ein Punkt war ja, dass wir gesagt haben, das Abitur muss stattfinden, damit es auch in allen Bundesländern anerkannt wird. Und das ist uns sehr, sehr wichtig.»
Die Berliner Schulen haben seit Montag wieder geöffnet. Rund 30 000 Jugendliche aus der 10. Klasse werden in dieser Woche schon wieder unterrichtet. In der Woche darauf sollen dann weitere Schülerinnen und Schüler, etwa die der 6. und 11. Klassen, wieder zurückkommen. Die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA), mit dem die 10. Klasse endet, wurden weitgehend abgesagt, den Abschluss bekommen die Schüler aber dennoch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. April 2020 20:33 Uhr

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