GEW: Die richtigen Probleme für die Schulen kommen erst noch

GEW: Die richtigen Probleme für die Schulen kommen erst noch

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht auf die Berliner Schulen erhebliche Probleme zukommen. In dieser Woche, in der zunächst nur die Zehntklässler nach fünf Wochen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie wieder unterrichtet werden, sei vieles noch machbar, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wenn es deutlich mehr Schüler werden, wird es chaotisch.» Dann werde der Schichtbetrieb zum Normalfall, die bisherigen Klassen müssten aufgeteilt werden, damit sich die vorgeschriebene Abstandsregel von 1,50 Meter einhalten lasse.

Schule

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Tische sind in einem Gymnasium mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand aufgestellt.

Erdmann vermisst klare Aussagen der Bildungssenatsverwaltung, etwa dazu, mit wie vielen Schüler pro Raum die Schulen kalkulieren sollen. «Die Entscheidung darüber überlässt man den Schulleitungen», kritisierte der GEW-Vorsitzende. «Und die Angaben dazu sind nebulös.» Die Schulen gingen nun in der Regel von maximal zehn Personen pro Klassenzimmer aus, wie das für Prüfungssituationen etwa beim Abitur vorgegeben sei.
Wichtig sei außerdem, schon jetzt bis zum Ende des Schuljahres und am besten bis zum Start des neuen Schuljahres nach den Sommerferien zu gucken, sagte Erdmann. Die Schulen müssten sich darauf einstellen können zu planen, wie die weiteren Jahrgänge zurück kommen sollen. «Sie müssen wenigstens eine Idee entwickeln können, wie der Beginn des neuen Schuljahrs aussehen könnte.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. April 2020 14:11 Uhr

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