Schüler- und Elternvertreter gemeinsam gegen MSA-Prüfungen

Schüler- und Elternvertreter gemeinsam gegen MSA-Prüfungen

Die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) sollten nach Ansicht von Berlins Schüler- und Elternvertretern abgesagt werden. «Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit am Festhalten an den Prüfungen», teilten Landesschüler- und Landeselternausschuss am Freitag gemeinsam mit. Dafür würden nur unnötig personelle Ressourcen gebunden. Für die Anerkennung der Abschlüsse in anderen Bundesländern seien die Prüfungen anders als beim Abitur außerdem nicht notwendig. Die Leistungen könnten auf Basis der vorhandenen Noten eingeschätzt werden.

Für falsch halten Schüler- und Elternvertreter außerdem die Entscheidung des Senats, an den Grundschulen die 6. Klassen am 4. Mai zuerst wieder starten zu lassen. Die Sechstklässler seien schließlich bereits an den weiterführenden Schulen angemeldet. Sinnvoll wäre dagegen, mit den jüngeren Kindern bis zur 3. Klasse anzufangen, weil es für sie um das Vermitteln grundsätzlicher Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen gehe. Per Fernunterricht sei das nicht möglich.
Nachvollziehbar sei die Entscheidung, die prüfungsrelevanten Jahrgänge - also die 9. und 12. Klassen an den Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen, sowie die 11. Klassen an Gymnasien - ab dem 4. Mai wieder zu unterrichten. Ebenfalls richtig sei die Idee der Senatsbildungsverwaltung, an Grundschulen möglichst im «Schichtbetrieb» zu unterrichten, also erst jüngere Kinder, dann nach Reinigung der Klassenräume die älteren Schüler. Für die Oberschule plädieren die Elternvertreter für ein Blockmodell, damit die Schülerinnen und Schüler nicht nur für kurze Unterrichtseinheiten in die Schule kommen müssten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. April 2020 17:33 Uhr

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