Amtsgericht Berlin-Tiergarten: Montag wieder mehr Programm

Amtsgericht Berlin-Tiergarten: Montag wieder mehr Programm

Am Amtsgericht Berlin-Tiergarten läuft der Notbetrieb wegen der Corona-Krise aus. Nach rund vier Wochen wolle das Gericht von kommendem Montag an Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, fanden viele Verhandlungen nicht statt und wurden aufgeschoben. Ab 20. werde beispielsweise die Stelle für Rechtsanträge wieder geöffnet. Anträge würden aber nur nach telefonischer Terminvereinbarung entgegengenommen.

Amtsgericht Berlin-Tiergarten

© dpa

Ein Schild mit der Aufschrift Amtsgericht Tiergarten.

Von normalen Abläufen sei das Gericht noch weit entfernt, die Einschränkungen seien noch erheblich, unterstrich Gerichtspräsident Hans-Michael Borgas in der Mitteilung. Jetzt müssten neben neu eingehenden Verfahren die in den vergangenen Wochen aufgelaufenen Reste unter Wahrung des Abstandsgebots abgearbeitet werden.
Mitarbeitende in den Servicebereichen sollen demnach in Unterteams geteilt und voneinander getrennt eingesetzt werden, um Ansteckungen mit dem Virus zu verhindern. Die Teams könnten auch in Schichten arbeiten. Die Anzahl der Sitzungstage für die Richterinnen und Richter wurde zunächst auf einen Tag pro Woche und Abteilung beschränkt.
Auch in Sitzungssälen müssten Abstandsgebot und Hygieneregeln eingehalten werden können. Für das Kriminalgericht Moabit, in dem das Amtsgericht untergebracht ist, wurden dafür 200 mobile Plexiglaswände angeschafft. Wann das Gericht aus dem Regel- in den Normalbetrieb zurückkehre, könne noch nicht gesagt werden, betonte Präsident Borgas.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. April 2020 11:39 Uhr

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