Kita-Notbetreuung in Berlin soll ausgeweitet werden

Kita-Notbetreuung in Berlin soll ausgeweitet werden

Die Notbetreuung von Berliner Kindern in den seit Wochen geschlossenen Kitas wird offenbar schrittweise ausgeweitet.

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Bis wieder alle Kinder in eine Kita gehen dürfen, könnten allerdings noch einige Monate vergehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Senatskreisen. Den Plänen zufolge soll der Kreis der Berufsgruppen und Familien, für den Kitas oder auch Schulen eine Notbetreuung anbieten, nach und nach ausgeweitet werden.

Betreuungsangebote für Lehrer und Erzieher angedacht

In einem ersten Schritt könnten etwa Lehrer und Erzieher diese bereits dann in Anspruch nehmen, wenn ein Elternteil in diesen Berufen arbeitet und die Familie keine andere Betreuungsmöglichkeit hat. Bislang galt das nur, wenn beide Elternteile als Lehrer oder Erzieher arbeiten. Auch Alleinerziehende oder Kinder aus Familien «in besonders herausfordernden Situationen» sollen laut einer Vorlage für die Senatssitzung am Donnerstag (16. April 2020) Betreuungsangebote bekommen.

8000 bis 9000 Kinder bislang in Notbetreuung

Menschen in sogenannten systemrelevanten Berufen in Krankenhäusern, Pflege, bei Polizei und Feuerwehr, in Justiz oder Einzelhandel können ihre Kinder schon seit einigen Wochen einer Notbetreuung anvertrauen - wenn mindestens ein Elternteil dort arbeitet. Anspruchsberechtigt sind laut Familienverwaltung bisher rund 20 000 Kinder, also etwa 12 Prozent. Tatsächlich sind etwa 8000 bis 9000 Kinder in der Notbetreuung, jedoch nicht alle jeden Tag.

Regelbetrieb ab August angestrebt

Konkrete Zeitpläne zur schrittweisen Ausweitung lagen zunächst nicht vor. Die Rückkehr zum Regelbetrieb werde bis 1. August angestrebt, hieß es.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. April 2020 14:51 Uhr

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