Berliner Schulen sollen ab 27. April schrittweise öffnen

Berliner Schulen sollen ab 27. April schrittweise öffnen

Seit rund vier Wochen sind Berlins Schulen geschlossen, jetzt sollen sie wieder öffnen.

Leeres Klassenzimmer

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Die Rückkehr zum normalen Schulalltag ist das noch nicht. Aber immerhin kommen nach den Plänen der Senatsverwaltung für Bildung zunächst die Zehntklässler am Montag, 27. April, zurück in die Schulen. Für sie stehen dann die Vorbereitungen auf die Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss (MSA) an, teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Donnerstag (16. April 2020) auf Twitter mit. Im nächsten Schritt beginnen am 4. Mai die elften Klassen an Gymnasien, die neunten und zwölften Klassen an den Integrierten Sekundarschulen (ISS) und die sechsten Klassen an den Grundschulen.

Abiturprüfungen ab 20. April

Die Abiturprüfungen sollen bereits am 20. April starten, während die Schulen ansonsten noch geschlossen sind. Den Auftakt macht das Fach Latein. Zwei weitere Abi-Prüfungen folgten dann im Lauf der Woche, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstagmorgen im Interview mit dem RBB-Inforadio. Scheeres verteidigte die Entscheidung, an den Abiturprüfungen festzuhalten. Es gehe darum, dass die Berliner Jugendlichen an den Hochschulen in ganz Deutschland studieren könnten. An der Entscheidung hatte unter anderem von Seiten der Berliner Schülervertreter Kritik gegeben.
Der Berliner Landeselternausschuss findet die geplante schrittweise Wiedereröffnung der Schulen im Grundsatz richtig, sieht aber auch noch viele offene Fragen: «Natürlich werden viele Familien froh darüber sein, dass sie endlich ihren Alltag wieder anders als bisher gestalten und Eltern wieder arbeiten gehen können», sagte der Vorsitzende des Gremiums, Norman Heise am Donnerstag. «Aber da gibt es auch Eltern, die Ansteckungsgefahr fürchten und sich fragen, wie soll das funktionieren mit den hygienischen Bedingungen an den Schulen.»

Räumliche und organisatorische Fragen zu klären

Geklärt werden müssen nach Heises Einschätzung räumliche und organisatorische Fragen, da Klassen wegen des Abstandsgebots wohl nicht mehr komplett unterrichtet werden können. Und: «Auch die Jahrgänge, die zunächst noch nicht starten, brauchen eine Perspektive.»

Zunächst keine Rückkehr zum gewohnten Schulunterricht

Eine Rückkehr zum gewohnten Schulunterricht ist aus Sicht der Berliner GEW-Vorsitzenden Doreen Siebernik in diesem Schuljahr unwahrscheinlich. Sie rechne nicht damit, dass vor den Sommerferien wieder alle Schüler wie zuvor unterrichtet werden, sagte Siebernik am Donnerstag.
In der Einstiegsphase sei es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Bindungen knüpften, aber nicht, Diktate oder Mathe-Arbeiten schreiben müssten. «Wir haben jetzt eine so besondere Situation. Da sollte die Notengebung nicht im Mittelpunkt stehen», sagte Siebernik.

Strenge Hygienemaßnahmen für Schulen

Während der Coronakrise sollten die Berliner Schulen häufiger gereinigt werden, forderte Siebernik. Es müsse sichergestellt sein, dass Reinigungskräfte auch während des Tages arbeiteten und zum Beispiel die Toiletten putzen oder auch Türklinken abwischen könnten.
Senatorin Scheeres versicherte im RBB, in den Schulen werde auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geachtet. So müssten beispielsweise die Tische der Schüler 1,50 Meter auseinander stehen, es müsse auch genügend Seife für regelmäßiges Händewaschen zur Verfügung stehen.
Uni-Rankings für Studenten zweitrangig
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. April 2020 14:00 Uhr

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