Zoo und Tierpark: Keine Notschlachtungen von Tieren

Zoo und Tierpark: Keine Notschlachtungen von Tieren

Ein Tierpark in Schleswig-Holstein denkt wegen fehlender Einnahmen in Corona-Zeiten über Notschlachtungen nach: Für Zoo, Aquarium und Tierpark in Berlin ist das trotz finanzieller Einbußen nach eigenen Angaben kein Thema.

  • Panda Meng Xiang im Berliner Zoo© dpa
    Meng Xiang (Pit) erforscht erstmals sein Gehege im Berliner Zoo.
  • Zoo Berlin© dpa
    Menschenleer ist der Weg vor dem Panda-Gehege im Zoo.
Auch wenn seit dem 17. März 2020 jegliche Einnahmen fehlten, seien Versorgung und Pflege der 30 000 Bewohner sichergestellt, teilte ein Zoo-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage mit. Man sei sich der Verantwortung für die tierischen Schützlinge bewusst, ihr Wohl habe stets höchste Priorität. «Bevor wir diesbezüglich Abstriche machen müssten, würden wir zunächst bauliche Vorhaben und Investitionen zurückstellen», erklärte der Zoo.

Hohe finanzielle Einbußen ohne Eintritt und Spenden

Die Schließung wegen der Corona-Krise bedeute durchaus «erhebliche finanzielle Einbußen», hieß es. Der Betrieb von Zoo, Tierpark und Aquarium koste pro Tag 140 000 Euro - normalerweise fast ausschließlich finanziert durch Eintrittsgelder und Spenden - und könne nun nicht heruntergefahren werden.

Tierpark Neumünster will notfalls Tiere schlachten

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet - als allerletzter Schritt, wie betont wurde, falls zum Beispiel das Geld für Futter ausgeht. Hintergrund ist, dass der Tierpark zurzeit keine Einnahmen durch Besucher hat und ausschließlich durch Spenden am Leben erhalten wird.
Elefantentor am Zoo Berlin
© Zoo Berlin

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 13:16 Uhr

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