Deutschland steht zu Hilfe für Restaurierung von Notre-Dame

Deutschland steht zu Hilfe für Restaurierung von Notre-Dame

Ein Jahr nach dem katastrophalen Brand von Notre-Dame in Paris hat Deutschland seine Bereitschaft zur Unterstützung bei der Restaurierung der Kathedrale bekräftigt. «Deutschland ist es ein Herzensanliegen, bei dieser gewaltigen Aufgabe weiter an der Seite Frankreichs zu stehen», sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem deutsch-französischen Kulturbevollmächtigten, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, und der Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer (alle CDU).

Monika Grütters (CDU)

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Monika Grütters (CDU), Kulturstaatsministerin, sitzt in ihrem Büro an einem Tisch.

Als Beispiel nannte Grütters Glaswerkstätten deutscher Dombauhütten. «Frankreich könnte dabei auf unsere Unterstützung und fachliche Expertise bauen.» Aus Sicht Böhmers kann es gelingen, «dieses Projekt der deutsch-französischen Solidarität über die Kölner Dombauhütte zu realisieren». Diese sei prädestiniert, die französischen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen. Laschet nannte das Projekt ein Symbol deutsch-französischer Freundschaft. «Der Wiederaufbau von Notre-Dame hat die Chance, ein europäisches Symbol der Hoffnung zu werden.»
Frankreichs Kulturminister Franck Riester bedankte sich und nannte den Vorschlag in der Mitteilung «ein starkes Symbol der Solidarität, das uns daran erinnert, wie eng die Schicksale unserer beiden Nationen miteinander verbunden sind».
Notre-Dame war am 15. April 2019 in Flammen aufgegangen. Dabei wurden weite Teile der Kathedrale schwer beschädigt, der Vierungsturm auf dem Dach stürzte ein. Das Feuer ist vermutlich entweder durch einen Fehler im elektrischen System oder eine nicht ausgedrückte Zigarette ausgelöst worden. Auf der Baustelle kam es immer wieder zu Verzögerungen, seit der Corona-Krise ist sie stillgelegt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält an einem Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren fest. Expertinnen und Experten bezweifeln die Möglichkeit eines vollständigen Wiederaufbaus innerhalb eines solchen Zeitraums.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 11:00 Uhr

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