CDU mahnt Konzept für Schulöffnungen an

CDU mahnt Konzept für Schulöffnungen an

Angesichts der Debatte über die mögliche Wiedereröffnung von Schulen in der Corona-Krise dringt die CDU in Berlin auf einen klaren Fahrplan. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) müsse Schulöffnungen und die Prüfungsvorbereitungen zum Abitur nun «mit ganzer Kraft» vorantreiben, forderte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dirk Stettner, am Dienstag.

Sandra Scheeres (SPD)

© dpa

Sandra Scheeres (SPD), Bildungssenatorin von Berlin, spricht.

«Wir erwarten vom Senat ein abgestimmtes Konzept, in welchen Jahrgangsstufen und zu welchem Zeitpunkt der Schulbetrieb wiederaufgenommen werden soll», unterstrich er. «Die Empfehlungen der Leopoldina Akademie geben hierfür wertvolle Hinweise.»
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag für einen «realistischen» Zeitplan zurück zur Normalität plädiert, wenn das Infektionsgeschehen dies ermögliche. So empfahlen die Wissenschaftler, Schulen «so bald wie möglich» wieder zu öffnen - angefangen bei Grundschulen sowie Unter- und Mittelstufen.
Scheeres äußerte sich am Dienstag zurückhaltend zur Umsetzung. «Die Leopoldina-Empfehlungen sind eine wichtige, aber nicht die einzige Stellungnahme zum Thema», sagte die Senatorin auf dpa-Anfrage. Sie verwies auf die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Von dem Ergebnis hänge ab, wie konkret bei einer Wiederöffnung der Schulen oder Kitas vorgegangen werde. Klar sei, dass dazu ein Vorlauf nötig sei, der - abhängig von der Schulgröße - nach derzeitigem Stand einige Tage in Anspruch nehmen werde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. April 2020 15:11 Uhr

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