Ostern: Polizei kontrolliert Corona-Regeln

Ostern: Polizei kontrolliert Corona-Regeln

Angesichts der Kontaktsperre in der Corona-Krise sind viele Berliner am Karsamstag den Parks und Grünanlagen der Hauptstadt ferngeblieben.

  • Corona-Ostern in Berlin (3)© dpa
    10.04.2020, Berlin: Polizisten gehen durch den Mauerpark und schauen, ob die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.
  • Corona-Ostern in Berlin (2)© dpa
    11.04.2020, Berlin: Vor einem Supermarkt in Schöneberg bildet sich eine lange Schlange. Am Osterwochenende wird mit langen Schlangen vor Super- und Baumärkten gerechnet.
  • Corona-Ostern in Berlin (1)© dpa
    11.04.2020, Berlin: Ein Vater geht mit seinem Kind im Tiergarten spazieren.
  • Ein Kommunikationsteam der Polizei geht Streife im Mauerpark© dpa
    Ein Kommunikationsteam der Polizei geht Streife im Mauerpark.
Die Parkanlagen seien eher mäßig bis wenig besucht, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der Corona-Regeln am Samstag nach eigenen Angaben mit rund 500 Einsatzkräften. Auch in Wäldern und auf dem Wasser achteten die Beamten - teilweise in Zivil - etwa auf die Einhaltung des Mindestabstands. Im Gegensatz dazu berichteten dpa-Reporter am Vormittag von langen Schlangen auf Märkten, vor Blumenläden und in Lebensmittelgeschäften. Vor manchen Supermärkten standen Berliner in langen Schlangen an. Während manche Geschäfte Personal für die Einhaltung der Kontaktsperre einsetzten, gab es an anderen Orten kaum die Chance, den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten.

Immer mehr Menschen mit Schutzmasken im Stadtbild

Um die Verbreitung des neuartigen Virus einzuschränken, müssen Menschen einen Mindestabstand von 1,50 Meter wahren. Gruppen mit mehr als zwei Personen dürfen nicht zusammen spazieren gehen, es sei denn, sie leben in einem Haushalt. Auf dem Kollwitzmarkt in Prenzlauer Berg verkauften Händler selbstgemachte Schutzmasken in farbigem Design. In den Supermärkten seien am Samstag deutlich mehr Menschen mit Maske zu sehen gewesen als noch am vergangenen Wochenende, hieß es.

Polizisten kontrollieren stadtweit die Einhaltung der Maßnahmen

Am Nachmittag zog die Polizei rund 100 Einsatzkräfte am Rosa-Luxemburg-Platz zusammen, weil dort gegen die Aussetzung von Grundrechten demonstriert werden sollte. Potenzielle Teilnehmer würden darauf hingewiesen, dass Versammlungen aktuell nicht gestattet sind, sagte ein Polizeisprecher. Bereits am Karfreitag hatten ebenfalls rund 500 Polizisten stadtweit die Einhaltung der Maßnahmen gegen das Virus kontrolliert, in der Nacht zu Samstag waren es 140. Insgesamt wurden nach Angaben der Sicherheitskräfte sechs Straf- und 160 Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet.

Keine Drohnen zur Überwachung der Corona-Regeln im Einsatz

Seit dem 14. März seien rund 1000 Straftaten und seit dem 23. März (Inkrafttreten der Kontaktsperre) bisher fast 1300 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsgesetz gezählt worden. Bislang haben sich 36 Polizeibeamte mit dem Coronavirus infiziert, aktuell befinden sich 130 Einsatzkräfte in Quarantäne. Unter der Woche hatte die Polizei mitgeteilt, dass sie zur Überwachung der Corona-Regeln keine Drohnen einsetzen werde. Kontrollen erfolgten stets im persönlichen Gespräch. Um eine Übersicht zu möglichen Ansammlungen von Menschen zu bekommen, sei aber etwa der Einsatz eines Polizeihubschraubers vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 11. April 2020 20:58 Uhr

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