Nazi-Opfer-Verband will 8. Mai als gesetzlichen Feiertag

Nazi-Opfer-Verband will 8. Mai als gesetzlichen Feiertag

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) hat gefordert, den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus bundesweit zum gesetzlichen Feiertag zu erklären.

«75 Jahre nach dem wichtigsten Tag des 20. Jahrhunderts ist es an der Zeit und auch bitter notwendig, endlich konsequent Lehren aus den Verbrechen des NS-Regimes zu ziehen», erklärte ein Verbandssprecher am Mittwoch in Berlin. «Ein gesetzlicher Feiertag würde dies symbolisieren und könnte Ausgangspunkt für entsprechendes politisches Handeln sein.» Gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano (95) startete die VVN eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition für das Anliegen.
Berlin ist das einzige Bundesland, in dem der 8. Mai in diesem Jahr ein gesetzlicher Feiertag ist - allerdings nur einmalig aus Anlass des 75. Jahrestages des Kriegsendes. Bremen hat das Datum zum Gedenktag erklärt, an dem aber nicht jeder arbeitsfrei hat. Der Verband will erreichen, dass der 8. Mai in ganz Deutschland dauerhaft Feiertag ist. Die VVN wurde 1947 von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager gegründet und hat derzeit rund 7000 Mitglieder.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. April 2020 15:54 Uhr

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