Zwei Millionen Schutzmasken aus China in Berlin angekommen

Zwei Millionen Schutzmasken aus China in Berlin angekommen

In Berlin sind zwei Millionen Atemschutzmasken und 300 000 Schutzkittel aus China angekommen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD)

© dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

Sie sind am Samstag (04. April 2020) am Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen. Die Bundeswehr habe sie dort abgeholt und nach Berlin gebracht, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch am Sonntagmorgen. Die Schutzmasken und -kittel sollen ab Montag in Berlin unter anderem an Kliniken, Pflegeheime und die Polizei verteilt werden. Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Müller über Schutzausrüstung erfreut: «gute Nachrichten»

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) twitterte zu der Lieferung der in Berlin dringend benötigten Schutzausrüstung, das seien «gute Nachrichten». In den vergangenen Tagen hatten sich Meldungen über fehlendes Material in Berliner Krankenhäusern und Arztpraxen gehäuft.

Masken und Schutzkittel für Ärzte, Pflegepersonal und Polizei

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte der «Berliner Morgenpost» (Sonntagsausgabe): «Die Ärzte und Pflegekräfte haben derzeit gerade das Nötigste. Alle Bereiche im Krankenhaus, aber auch Pflegeheime, niedergelassene Ärzte oder Dialysezentren sind ausgestattet - für wenige Wochen.» Kalayci hatte für die Lieferung aus China die Bundeswehr um Amtshilfe für den Transport der Schutzausrüstung nach Berlin gebeten.

200 000 Schutzmasken in Bangkok verschwunden

Nach Senatsangaben war zuvor eine Lieferung von 200 000 Schutzmasken auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden. Der Grund war am Samstag noch unbekannt, der Senat forsche nach, hieß es. Die Masken waren für die Berliner Polizei bestimmt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Freitag mitgeteilt, die Masken seien auf Betreiben der USA «konfisziert» worden. Das Portal t-online.de zitierte einen hohen US-Regierungsbeamten mit der Aussage, die Vorwürfe aus Berlin seien «komplett falsch».

Enorme Konkurrenz um Schutzmasken auf dem Weltmarkt

Medizinische Schutzmasken sind in der Corona-Krise weltweit gefragt. Sie müssen zu großen Teilen auf dem Weltmarkt beschafft werden, auf dem enorme Konkurrenz herrscht. Immer wieder gibt es auch Berichte, dass die USA anderen Staaten bestelltes Schutzmaterial zum mehrfachen Preis vor der Nase wegkauften. Der Berliner Senat hat nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres derzeit keine Erkenntnisse, dass das im konkreten Fall so lief.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 5. April 2020 11:04 Uhr

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